Unnötige Bedenken, Unsicherheiten und Zweifel bei der Implementierung von Clouds in Deutschland

Ryan Mallory

Jeden Monat stellen wir einen unserer Global Solutions Architects (GSA) vor und rücken dabei seine Arbeit für unsere Unternehmenskunden in den Fokus. Dieses Mal führt uns dieses Projekt von Frankfurt, der Telekommunikationshauptstadt Deutschlands, rund 30 km westlich nach Wiesbaden. Dort sprachen wir mit Klaas Mertens.

Herr Mertens ist bereits sein gesamtes Berufsleben lang in der Telekommunikationsbranche tätig. Er begann als Netzwerkadministrator, um schon bald bei der Planung und dem Design multinationaler WANs für global agierende Unternehmen in eine anspruchsvollere Position zu rücken. Kenntnisse für die Konzeption und Umsetzung seines ersten Rechenzentrums erwarb er in der Praxis, die ihm effektive und kreative Lösungswege aufzeigte, um die vielen alltäglichen Probleme der IT erfolgreich zu lösen.

Entspannung findet Mertens beim Tauchen im Roten Meer und er hofft, eines Tages auch einen Tauchurlaub auf den Malediven verbringen zu können.

F: Welchen Herausforderungen müssen sich die IT-Abteilungen der Unternehmen heute in Deutschland stellen?

A: Bei der Konzeption und dem Aufbau globaler WANs habe ich festgestellt, dass ein zentralisiertes, monolithisches Netzwerkdesign nicht in der Lage ist, die zur Abdeckung moderner IT-Anforderungen notwendige Flexibilität in dem Maße zu realisieren wie Cloud-Services. Diese Services sind nicht mehr länger nur über einen Standort verfügbar, sondern sie sind über eine Vielzahl von Clouds und Standorte verteilt. Ein flexibleres, Hub-zentriertes Netzwerkdesign, das beispielsweise den Equinix Performance Hub nutzt, entspricht den Erfordernissen moderner Unternehmenskunden also weit mehr. Gerade die Chance, solche flexiblen IT-Architekturen zu konzipieren, um Unternehmen dabei zu unterstützen, den Weg in die Cloud und zu einer modernen IT erfolgreich zu beschreiten, ist einer der Hauptgründe dafür, dass ich gerne bei Equinix arbeite.

F: Im welchem Maße adaptieren deutsche Unternehmen Cloud-Services?

A: Insgesamt agieren deutschen Unternehmen in Sachen IT recht konservativ und meiden Risiken. Bevor sie eine Lösung implementieren, möchten sie entsprechend so umfassend wie möglich informiert sein. Die Mehrheit der Unternehmenskunden aus Deutschland sind dem Mittelstand zuzurechnen oder es handelt sich um im Privatbesitz befindliche Familienbetriebe, die häufig in ländlichen Regionen angesiedelt sind. Daher genießen Cloud-Services hierzulande nicht die Akzeptanz wie zum Beispiel den USA oder im asiatisch-pazifischen Raum, wo sie weitaus häufiger genutzt werden.

Da für deutsche Kunden Datenkontrolle und Datenschutz sehr wichtig sind, werden die digitalen Informationen nur denjenigen anvertraut, die für die Entscheider bekannt und vertrauenswürdig sind. Für einige Kunden bedeutet es schon eine große Veränderung, ihre maßgebliche IT-Infrastruktur nicht mehr vor Ort im Unternehmen, wo sie die Hardware jederzeit anfassen können, sondern in einem Rechenzentrum von Equinix zu platzieren. Ein noch größerer Schritt ist es dann, Cloud-Services einzusetzen. Doch wir können ihnen zeigen, dass ihre Daten und Applikationen in einem Equinix-Rechenzentrum sicher sind und dass sie an jedem Tag und rund um die Uhr Zugang zu ihrem Equipment haben. Das macht sie offener dafür, eine Hybrid-Cloud-Lösung in Betracht zu ziehen.

F: Was erwarten Kunden von der Cloud?

A: Allgemein lässt sich feststellen, dass sich deutsche Kunden vom Einsatz der Cloud-Services vor allem Flexibilitäts- und Kostenvorteile versprechen. Sie wollen dabei aber auch die volle Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur behalten. Lösungen wie NetApp Private Storage, die es erlauben, die Daten weiterhin in der eigenen privaten Infrastruktur zu speichern und sie mit den Plattformen in der Cloud zu verbinden, sind daher für deutsche Kunden äußerst interessant.

Um mit deutschen Unternehmen ins Geschäft zu kommen und für sie Cloud-Services bereitzustellen ist es sehr wichtig, über enge Beziehungen zu mittelständischen Systemintegratoren im Land zu verfügen, die eine zentrale Rolle bei der Realisierung technologisch fortschrittlicher Lösungen und der Beratung ihrer Kunden einnehmen. Zudem ist es für deutsche Kunden bedeutsam, die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur zu behalten. Entsprechend sind sie sehr an Managed Services interessiert. Und sie möchten Lösungen aus einer Hand – und zwar von einem Anbieter, dem sie vertrauen. Daher sind der indirekte und der Channel-Vertrieb in Deutschland wichtig. Anzumerken bleibt noch, dass deutsche Kunden häufig das goutieren, was in den USA entwickelt und getestet wurde – daher gibt es für uns viele Berührungspunkte.

Mehr Informationen zu unseren Global Solutions Architects.

Ryan Mallory
Ryan Mallory Senior Vice President Global Solutions Enablement