Sieben Vorhersagen zur Entwicklung der Interkonnektivität von Unternehmen

Natürlich sind wir nicht in der Lage, die Zukunft für die gesamte IT-Branche vorherzusagen. Aber wir bei Equinix befinden uns in einer außergewöhnlich guten Position, um eine aussagekräftige, auf verifizierten Daten basierende Prognose darüber abzugeben, was in naher Zukunft sein wird. Denn wir verfügen über mehr als 8.000 Kunden in 21 Wirtschaftsräumen weltweit, deren Business-Ecosysteme die Zentren für die Cloud, das Internet der Dinge und die Analytik bilden. Und hier zeichnet es sich deutlich ab: Die digitale Transformation ist im Gange.

Das Digitale hat die Geschäftswelt nachhaltig verändert. Neue Ertragsmodelle und konkurrierende Märkte sind entstanden. Um im digitalen Business erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen heute ihre IT transformieren und ihre Architekturen „anpassen‟ – also den starren Silo-Ansatz hinter sich lassen und integrierte, dynamische Infrastrukturen realisieren. Um diese Veränderung erfolgreich umzusetzen, ist für Unternehmen und Service-Provider eine Strategie unerlässlich, die die Interkonnektivität an die erste Stelle setzt. Denn Interconnection-Services schaffen die Voraussetzungen, um sich direkt und sicher mit Partnern, Kunden und Endanwendern zu verbinden – und zwar über jede Art von Endgeräten und an jedem Ort. Ohne eine integrierte und dynamische Strategie sind Unternehmen auf dem digitalen Markt nicht konkurrenzfähig.

Sieben Vorhersagen zur Entwicklung der Interkonnektivität von Unternehmen in 2017 von Equinix

Da sich die Dinge schnell ändern, nutzen wir die Vorteile unserer speziellen Position im Zentrum der digitalen Welt, um unsere „Sieben Vorhersagen zur Entwicklung der Interkonnektivität von Unternehmen‟ zu treffen. Wir werden diese Prognosen in den kommenden Tagen vertiefen, möchten nun aber mit der folgenden Zusammenfassung beginnen … 

Vorhersage Nr. 1 für 2017: Der Siegeszug der Multi-Cloud

Unternehmen sind zunehmend auf Cloud-Infrastrukturen angewiesen, immer häufiger kommen Multi-Cloud-Architekturen zum Einsatz. Denn diese bietet die Möglichkeit, die jeweils die für spezifische Einsatzzwecke besten Lösungen und Services verschiedener Cloud-Anbieter zu kombinieren, während gleichzeitig zuvor vorhandene Nachteile wie Anbieterbindung, fehlende Flexibilität und hohe Kosten eliminiert werden (um nur einige zu nennen). Daher gehen wir davon aus, dass 2017 das Jahr der Multi-Cloud-Konvergenz wird, in dem Unternehmen mehrere Clouds – die Daten, Applikationen, Infrastrukturen und Personal Clouds bereitstellen – einsetzen werden, wodurch sich die Geschäftsprozesse grundlegend verändern.

Vorhersage Nr. 2 für 2017: Die Erweiterung der digitalen Grenzen

Der Einsatz mehrerer Clouds erfordert eine Erweiterung der Grenzen des digitalen Unternehmens, um alle Standorte optimal abzudecken, an denen sich Nutzer und Daten befinden. Die Grenzen, an denen physische und virtuelle Welten aufeinandertreffen, definieren den „digitalen Rand‟, und in 2017 wird dies der für Unternehmen entscheidende Ort sein, um zu wachsen und Marktpräsenzen auszubauen. Es ist der Ort, an dem Unternehmen ihre Interaktionen mit Kunden in Echtzeit managen. Es ist der Ort, an dem SMAC-Technologien (Social, Mobile, Analytik und Cloud) ineinandergreifen. Und es ist der Ort, an dem sofort verfügbare Analyseergebnisse aus den immensen Datenmengen erstellt und verwaltet werden müssen. Aus diesen Gründen sind wir davon überzeugt, dass die Nutzung geografisch verteilter Rechenzentren entlang des „digitalen Randes‟ von entscheidender Bedeutung sein wird, um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Vorhersage Nr. 3 für 2017: Der Aufstieg der Interconnection-Fabric

Immer mehr Unternehmen wechseln zu einer Multi-Cloud-Architektur, um ihre Geschäfte weltweit optimal zu unterstützen. Dabei sehen sie sich häufig mit Herausforderungen durch das Management verschiedener Cloud-Umgebungen von verschiedenen Anbietern konfrontiert. Und wenn die passende Struktur für das Cloud-Management fehlt, werden die operativen Probleme sehr schnell immer größer. In 2017 werden daher immer mehr Unternehmen ihre Verbindungsknoten an Carrier-neutralen Standorten zu einer „Interconnection-Fabric‟ zusammenfassen, um alle Ressourcen des digitalen Geschäfts optimal mit- und untereinander zu verbinden und zu synchronisieren. Dies bedeutet auch den Wechsel zu einem agileren, benutzerzentrierten Ansatz.

Vorhersage Nr. 4 für 2017: Sicherheit wird immer wichtiger

In jeder Epoche des digitalen Zeitalters steht die Sicherheit an erster Stelle. Und wir gehen davon aus, dass im Jahr 2017 die Anforderungen an Sicherheitskonzepte, -mechanismen und -prozesse kritischer und anspruchsvoller sein werden als je zuvor. Unternehmen müssen in der Lage sein, die Sicherheit für Anwender, Dinge, Prozesse und Informationen zu gewährleisten – und dies in einer Umgebung, in der alles mit allem verbunden ist und Ressourcen etwa über die Cloud verteilt und stets verfügbar sind. Benötigt werden daher wirksame Schutzmaßnahmen an den Frontends, sowohl für das Internet als auch für die interne Infrastruktur. Sicherheit muss für Anwendungen und Daten in der Multi-Cloud-Umgebung gewährleistet sein – und zwar in dem Maße, das notwendig ist, um alle unternehmensinternen, branchenspezifischen und gesetzlich verankerten Regularien und Vorschriften zu erfüllen. Wer dem nicht nachkommt, wird nicht erfolgreich sein.

Vorhersage Nr. 5 für 2017: Das Zeitalter des miteinander verbundenen Handels

Die Art und Weise, wie heute gezahlt wird, ändert sich schneller als jemals zuvor in der Geschichte des Geldes. Immer mehr Menschen weltweit verfügen über Smartphones und haben Zugang zum World Wide Web, was zu deutlichen Umsatzsteigerungsraten im Mobile- und Online-Handel führt. Und neue Technologien und Geschäftsmodelle, die eine integrierte und dynamische Interkonnektivität voraussetzen, werden die Flexibilität der Payment-Services in 2017 weiter steigern. Wir erwarten ein gemeinsames Universum aus Handel und Anbietern von Bezahlservices, in dem durch die Integration von Payment, E-Commerce, Daten und Marketing neue Marktchancen und Umsatzoptionen entstehen. Dies ermöglicht neue Lösungen, Partnerschaften und Chancen rund um den Globus.

Vorhersage Nr. 6 für 2017: Mehr Software-definierte Infrastrukturen und moderne Netzwerktechnologien

Die stetig steigenden Volumina an transferierten digitalen Daten weltweit führen in 2017 zu einer neuen Generation an globalen Netzwerk-Backbones auf Basis interkontinentaler Seekabel, 5G-Wireless-Netzwerken und Satelliten, die Daten per Laser zur Erde transferieren. Gleichzeitig werden sich Netzwerkssysteme etablieren, die sich per Software dynamisch steuern lassen, statt wie bislang auf eine physikalische Verdrahtung angewiesen zu sein. Optische Netzwerke werden von „neu‟ in die „die Norm‟ übergehen.

Vorhersage Nr. 7 für 2017: Die (R)Evolution des Internets der Dinge

Das Internet der Dinge (Internet of Things; IoT) erfordert direkte, in unmittelbarer Nähe zu den Geräten befindliche Verbindungen mit sehr niedrigen Latenzen. Allerdings sind die althergebrachten Unternehmensnetze nicht für diese neue digitale Welt konzipiert, denn sie weisen Leistungsdefizite auf und verursachen Staus, Paketverluste und Verzögerungen. Damit sind sie nicht dafür geeignet, die Vorteile des IoT zu realisieren. Aber das wird im Jahr 2017 revidiert. Das Internet der Dinge wird sich von einzelnen, herstellerabhängigen Lösungen hin zu einer Infrastruktur entwickeln, die auf offenen Standards und APIs basiert und in der vernetzte Geräte miteinander kommunizieren und dabei die gleichen Datenbestände und Sicherheitsregeln nutzen werden. Da die Zahl der Beteiligten in der Wertschöpfungskette dadurch steigt, kommt einem durchgängigen End-to-End-Servicekonzept und somit der Interkonnektivität für den Zugang zu zahlreichen Netzwerken und Clouds große Bedeutung zu. Wenn die veralteten Architekturen der Unternehmensnetze aus dem Spiel sind, wird das IoT einen großen Schritt bei seiner (R)Evolution vorankommen.

Schauen Sie sich unsere Präsentation zu den Prognosen für 2017 an.