“Oracle Co-CEO Mark Hurd prognostiziert, dass die Cloud bis zu 80 % der unternehmenseigenen Rechenzentren verschwinden lässt.”
Die Idee, dass eine Cloud-geprägte Digitale Transformation im globalen Geschäft im Gange ist, wird heute allgemein akzeptiert, zum Teil dank Statistiken und Prognosen, die diese Entwicklung unterstützt haben. Gerade in diesem Monat berichtete Synergy Research, dass die Einnahmen der Cloud-Betreiber und Anbieter von sechs Key-Cloud-Services und Infrastrukturbereichen alleine im Jahr 2016 um 25 % auf 148 Milliarden Dollar gestiegen sind.
Dennoch gibt es Zeiten, in denen eine Cloudprognose aus dem Statistikstrom hervorsticht. Das war der Fall, als Oracle Co-CEO Mark Hurd erklärte, dass sein Unternehmen erwartet, dass 80 % der unternehmenseigenen Rechenzentren bis 2025 verschwinden werden, wenn die Cloud das primäre Mittel für den Einsatz von Anwendungen und IT-Services wird. Der Gedanke, dass 4 von 5 unternehmenseigenen Rechenzentren innerhalb eines Jahrzehnts in die IT-Geschichte eingehen, macht deutlich, welche Veränderungen die Cloud mit sich bringt.
„Eine unaufhaltsame Kraft‟
Hurd stellte seine Vorhersage über das Verschwinden des unternehmenseigenen Rechenzentrums mit einigen anderen Prognosen vor, unter anderem der, dass sich 80 % der Produktionsanwendungen bis 2025 in der Cloud befinden werden. Er fügte hinzu, da Anwendungen zunehmend in die Cloud wechseln, ein Wendepunkt erreicht werden wird, wenn die ökonomische Begründung für die Aufrechterhaltung unabhängiger Rechenzentren für Unternehmen schwer zu rechtfertigen sein werde.
„Dies ist eine unaufhaltsame Kraft‟, sagte er Anfang dieses Monats bei der Oracle CloudWorld-Konferenz. „Es geht hier nicht um, – Was wäre, wenn… –, die Dinge werden tatsächlich so geschehen.‟
Hurd erklärte, dass sich durch die Verschiebung zur Cloud nicht nur die Sichtweise der Menschen auf die Technologie geändert hat, sondern auch ihr Standpunkt zur Geschäftswelt beeinflusst wurde. Er sagte, dass Innovation für Unternehmen jetzt ein Unterfangen ist, bei dem sie aufs Ganze gehen müssen. Die Cloud ist zu einem entscheidenden Werkzeug geworden, um Mittel für Innovationen freizusetzen, indem sie beispielsweise die Investitions- und Arbeitskosten senkt – genau das, was die Umschichtung eines lokalen Rechenzentrums in die Cloud bringen kann.
Da Oracle eine kontinuierliche Verlagerung vorhersieht, weg von den unternehmenseigenen Rechenzentren, hat das Unternehmen stark invertiert, um es Unternehmen zu ermöglichen, einen hybriden Cloud-Ansatz für die Implementierung ihrer IT zu übernehmen. Dies ermöglicht es Unternehmen, firmeneigene Informationen in einer privaten Cloud zu schützen, während sie weiterhin Zugang auf skalierbare, kostengünstigere Computerressourcen in der öffentlichen Cloud haben. Ein Beispiel für diese erhöhte Hybrid-Cloud-Investition war letzte Woche die Ankündigung von Oracle, dass bis Mitte des Jahres 2017 Rechenzentren in Virginia, London und der Türkei eingerichtet werden sollen. Damit wird der Zugriff auf die Oracle Cloud-Plattform ermöglicht und in 29 globalen Regionen verfügbar sein.
Die Hybrid-Philosophie
Bei Equinix ermöglichen wir eine Verlagerung zu hybriden Cloud-Infrastrukturen, indem wir einen direkten und sicheren Zugang zwischen privaten Clouds und öffentlichen Cloud-Anbietern in unserer globalen Interconnection-Plattform ermöglichen. Zum Beispiel können Kunden über Oracle FastConnect auf dem Equinix Cloud Exchange auf die Oracle Cloud zugreifen, die derzeit in fünf Metros in den USA, Europa und Australien verfügbar ist. Diese privaten Verbindungen umgehen das öffentliche Internet, so dass Unternehmen die Sicherheits- und Performance-Themen, die manchmal ein Problem für öffentliche Netzwerke sind, vermeiden. Das Ergebnis ist eine gesteigerte operative Effizienz, höhere Datensicherheit und eine bessere Qualität der Nutzererfahrung am Netzwerkrand.
Hurds Vorhersage zu den verschwindenden Rechenzentren stimmt auch mit dem überein, was wir bei Equinix seit einiger Zeit vorhersagen: Traditionelle IT-Infrastrukturen, die um ein zentrales, firmeneigenes Rechenzentrum herum gebaut sind, können keine dynamischen Anwendungen und IT-Services für mobile Endnutzer, die am unternehmenseigenen Netzwerkrand verstreut sind, liefern. Dies ist allerdings etwas, dass das Unternehmen in diesen Tagen gewährleisten muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen können sich aber durch Umgestaltung ihrer IT-Infrastrukturen mit einer Interconnection-first Strategie anpassen, um einen direkten und sicheren Zugriff auf Cloud-basierte Anwendungen und IT-Services zu erhalten. Dies könnte sehr wohl dazu führen, dass Rechenzentren zugunsten globaler Colocation- und Interconnection-Points geschlossen werden, die eine Interconnection Oriented Architecture™-Strategie (IOA™) für den Anschluss an mehrere Clouds nutzen.
Eine IOA-Strategie ist übertragbar und hat sich bewährt. Lesen Sie unser IOA-Playbook, um zu sehen, wie diese Digitale Transformation möglich ist.