Die Rolle von kollaborativen Communities an der Digital Edge

Don Wiggins

Umfassende Interconnections als Schlüssel zum Erfolg

Es ist kein Geheimnis: Die digitale Transformation verändert Unternehmen grundlegend. Die umfassende Verfügbarkeit und Professionalität von Cloud-Services, gepaart mit der stetig steigenden Zahl an Quellen, die Informationen in Echtzeit bereitstellen, hat die Geschäftsprozesse in vielen Branchen komplett modifiziert. Bestandsmanagement, dynamische Lieferketten, Überwachungssysteme, automatisierte Sensoren in der Produktion, Hochfrequenzhandel und zahllose andere Beispiele für den kollaborativen Austausch digitaler Informationen führen dazu, dass Leistung und Geschwindigkeit der genutzten IT-Infrastruktur immer wichtiger werden.

Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Informationen in Echtzeit stehen daher im Fokus. Daten, lange Zeit als lediglich intern genutzte Ressourcen in den Rechenzentren im Kellergeschoss aufbewahrt, sind de facto eine neue Währung der digitalen Wirtschaft. Ein privater Anwender, der online seine Bankkonten überprüft, sich das Wetter vorhersagen lässt oder E-Mails über das Smartphone abruft, macht sich aber kaum Gedanken darüber, wie das möglich ist. Er fragt sich nicht, was passieren muss, damit diese Informationen so schnell und präzise bereitgestellt werden können. Er weiß nicht um die komplexen Vorgänge bei der Zusammenführung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Ihn interessiert nicht, wie viele und welche Unternehmen der digitalen Wirtschaft die relevanten Services erbringen – für Hosting und Datentransfers, für Werbung und Analytik sowie schließlich für die sofortige Bereitstellung der von ihm gewünschten Daten.

Die Rolle von kollaborativen Communities

Damit dieser Informationstransfer ad hoc stattfinden kann muss ein neuer Ansatz für die Zusammenarbeit verfolgt werden. „Kollaborative Communities‟ entstehen, die von der unmittelbaren, durch digitale Übertragungswege realisierten Nähe zueinander profitieren und die digitale Wirtschaft ankurbeln. Die Unternehmen haben erkannt, dass ihnen die Nähe zu Partnern, Service-Providern, Anwendungen, Daten und Netzwerken deutlich mehr Chancen auf Wachstum und Umsatzsteigerungen bietet, als Daten-Silos in isolierten Kellerrechenzentren.

Die Basis für diesen Informationsaustausch in Echtzeit wird manchmal als virtueller Schnittpunkt im Cyberspace betrachtet. Doch das stimmt so nicht. Denn diese Basis ist physisch präsent. Sie besteht zum Beispiel aus den mehr als 175 Equinix International Business Exchange™ (IBX®) Rechenzentren, die sich weltweit an strategischen Standorten befinden. In diesen Rechenzentren haben sich Business-Ökosysteme aus Geschäftspartnern gebildet, die sich so untereinander in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Zudem bietet Platform Equinix™ die idealen Voraussetzungen für die Realisierung einer Interconnection Oriented Architecture™ (IOA™). IOA fungiert als bewährte und reproduzierbare Architektur, die Menschen, Standorte, Clouds und Daten direkt und sicher miteinander verbindet. So eröffnet sie den Unternehmen und Service-Anbietern neue Wege – weg von einer IT-Umgebung, die isoliert und unflexibel ist, hin zu einer integrierten und dynamischen IT-Infrastruktur.

Eines der ersten Beispiele hierfür stammt aus den ersten Jahren dieses Jahrtausends. Zu dieser Zeit waren die partnerschaftlich agierenden Unternehmen an den verschiedenen Handelsbörsen vor allem auf die Kommunikation per Internet angewiesen. Allerdings ist das öffentliche Internet als Medium für den Informationstransfer nicht in der Lage, die für diese äußerst spezialisierte Branche notwendigen Kommunikationsleistungen mit Geschwindigkeiten nahe Echtzeit bereitzustellen. Um ihre Handelsprozesse zu beschleunigen, entschieden sich viele dieser Handelsunternehmen dafür, gemeinsam mit ihren Partnern, die oftmals Hunderte und Tausende Kilometer voneinander entfernt saßen, ihre Applikationen bei Equinix zu platzieren. Dort konnten direkte Hochgeschwindigkeitsverbindungen mit niedrigen Latenzen zwischen den gemeinsam agierenden Unternehmen realisiert werden, da die Verbindungspunkte in den Rechenzentren oftmals nur ein paar Meter voneinander entfernt waren. Dies war die Geburtsstunde einer Hochfrequenz-Handelsplattform, die bis heute weltweit erfolgreich ist.

Aufgrund der hohen Effizienz, den Leistungsgewinnen und den erweiterten Kapazitäten dieses Business-Ökosystems für den digitalen Handel sind Anbieter von Finanzdienstleistungen, für die Geschwindigkeit und Leistung entscheidende Erfolgsfaktoren sind, nun in der Lage, Transkationen in einer Zeitspanne durchzuführen, die im einstelligen Mikrosekundenbereich liegt.

Die richtige Wahl ist entscheidend

Geschwindigkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die digitale Wirtschaft. Aber nicht der einzige. Ebenso von Bedeutung ist die Möglichkeit, unter digitalen Partnern und Technologien die wählen zu können, die die individuellen Erfordernisse optimal abdecken.

Weil wir bei Equinix schon immer um die Bedeutung der freien Auswahl wissen, agieren wir seit unserer Gründung strikt nach dem Prinzip der Carrier-Neutralität. Wir bieten identische Standort- und Infrastrukturleistungen für Tausende von Anbietern digitaler Services. Und diese treffen bei uns auf eine stetig wachsende Zahl an Kunden, die den direkten Zugang zu möglichst vielen Anbietern von Netzwerk-, Cloud- und Managed-Services sowie zu ihren Geschäftspartnern wünschen.

Interconnection hält alles zusammen

Durch unsere Anbieterneutralität profitieren unsere globalen Kunden von einer innovativen digitalen Wettbewerbsplattform, die den direkten Zugang zu zahlreichen horizontalen und vertikalen Branchenpartnern offeriert. Zudem bieten wir direkt vor Ort verfügbare Interconnection-Services für alle Unternehmen, die sich für Equinix entscheiden. Deren Bedeutung haben die renommierten Analysten von Gartner in ihrem Report „Colocation-Based Interconnection Will Serve as the ‘Glue’ for Advanced Digital Business Applications‟ herausgestellt:

Digitale Geschäftsprozesse werden durch sichere, latenzoptimierte Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Unternehmensressourcen, Cloud-Services und einem Business-Ökosystem aus Service-Providern und potenziellen Partnern realisier- und optimierbar. Für IT-Planer und -Entscheider ist es daher wichtig, Carrier-neutrale Rechenzentren als wichtigen Faktor für den Erfolg in der digitalen Wirtschaft einzustufen.

Wir sehen uns als Kurator dieser globalen Schnittstelle zwischen Käufern und Verkäufern digitaler Services. In dieser Rolle haben wir unsere führende Position unter anderem dadurch gefestigt, indem wir seit jeher neue Technologien (API-Integration, Software-definierte Netzwerke, dynamische Service-Orchestrierung usw.) einsetzen. Wir verfolgen das Ziel, Platform Equinix stetig zu verbessern.

Um unsere Kunden zu unterstützen, haben wir Best-Practice-Konzepte der bei uns präsenten Unternehmen und Service-Provider ermittelt, zusammengefasst und publiziert. So möchten wir dazu beitragen, dass unsere Kunden optimal designte Lösungen für ihre Anforderungen an Netzwerke, Sicherheit, Daten und Anwendungen realisieren können, die ein Optimum an Leistung und User Experience bieten.

Diese Best-Practice-Beispiele und entsprechende Vorschläge für die Realisierung lassen sich über das IOA Playbook abrufen. Informieren Sie sich auch darüber, wie Sie die digitale Transformation Ihres Unternehmens durch Interconnection-Services und dem Zugang zu am Rand des Netzwerkes (Digital Edge) platzierten kollaborativen Communities erfolgreich gestalten.

Don Wiggins
Don Wiggins Senior Global Solutions Architect at Equinix