Interconnect@Equinix 2018 am 4. Dezember in der BMW Welt in München

Am 4. Dezember fand zum dritten Jahr in Folge die Interconnect@Equinix statt. Diesmal empfingen wir unsere 200 Gäste, die sich mit unseren Partnern und Experten über aktuelle Trends für das digitale Unternehmen der Zukunft austauschten, in der BMW Welt in München.

In einem Format, das das Thema Digitalisierung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtete, gaben Experten den Gästen und Partnern neue Einblicke in die Welt der digitalen Möglichkeiten. Dabei standen verschiedene Keynotes, Diskussionen und Breakout Sessions zu den tagesaktuellen Themen Cloud, IoT, Künstliche Intelligenz und Quantum Computing im Vordergrund.

Eröffnet wurde die diesjährige Interconnect@Equinix von Brian Lillie, Executive Vice President & Chief Product Officer bei Equinix, der einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens gewährte. Lillie betonte, dass der digitale Wandel sich weltweit bemerkbar macht. Interconnection beschrieb er dabei mit Blick auf Unternehmen und deren digitalen Wandel als „the heart of what we think the future is“.

Dr. Carlo Velten, CEO und Senior Analyst des IT Research und Beratungsunternehmens Crisp Research AG, sprach darüber, welche Trends der Digitalisierung für den digitalen Unternehmenserfolg ausschlaggebend sein werden. Zentrale Bestandteile eines jeden zukunftsorientierten Unternehmens seien dabei die Themen Cloud, Machine Learning & Künstliche Intelligenz, Interfaces und Quantum & Neuromorphic Compute. Dabei betonte Velten, wie wichtig es für Unternehmen ist, Zukunftstrends möglichst schnell anzunehmen, um mit der rasanten Entwicklungskurve des digitalen Wandels Schritt halten zu können.

Klaus Glatz, Chief Digital Officer der ANDRITZ AG, einem führenden Anbieter für Maschinen- und Anlagenbau, erläuterte in seinem Vortrag die digitale Entwicklung des Industrieunternehmens. Wie Glatz in seinem Vortrag betonte, geriet insbesondere das Thema Cybersecurity im Zuge der Digitalisierung in den Mittelpunkt der Arbeit der ANDRITZ AG – auch weil das Thema Datensicherheit nicht nur intern, sondern auch extern für Kunden immer wichtiger wird. Zudem können Smart Services, wie etwa das Metris Portal von ANDRITZ, Daten aus verschiedenen Quellen kombinieren und vereinfachen, sodass diese den Kunden auch simpel dargestellt werden können. Für Geschäftserweiterungen werden Tools wie Benchmarking und Predictive Maintenance eingesetzt und für Neugeschäfte setzt die ANDRITZ Gruppe auf das höchste Maß an Cybersecurity. Die ANDRITZ AG steht exemplarisch dafür, wie Unternehmen mithilfe der Digitalisierung ihre internen Prozesse verbessern und die eigene Effizienz steigern können, um ihr Geschäft langfristig zu sichern.

Einen anderen und ebenso spannenden Blickwinkel auf das Thema Digitalisierung ermöglichte Danielle Freude-Hellebrand von Coaching Freude. Als Coach sprach sie über die Bedeutung von Hirnforschung im Zeitalter der Digitalisierung. Das Miteinander der Menschen sei dabei ausschlaggebend, so Freude-Hellebrand. Wie sie in ihrem Vortrag betonte, müssen Menschen, Ideen und Informationen verbunden werden – dies aber auf möglichst unkomplizierte Weise. Einen besonderen Wert nehme dabei vor allem auch die Bestätigung und Anerkennung anderer ein. Denn nur wer den Sinn in der eigenen Arbeit sieht, kann laut Erkenntnissen aus der Hirnforschung auch kreativ sein und langfristig zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Was wir von dem Vortrag lernten: “Meaning is the new money”.

Bei der diesjährigen Podiumsdiskussion wurden Chancen und Herausforderungen von KI beleuchtet. Stefanie Kemp von Lowell Financial Services, führender Dienstleister für Forderungsmanagement und Inkasso, André Kiehne von Microsoft Deutschland, David Arnu von RapidMiner, Softwareentwickler von Unterstützungstools im Bereich maschinelles Lernen und Data-Mining und Dr. Jens Weppner vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz diskutierten über die Vorzüge von KI-Anwendungen aber auch über mögliche Risiken, die diese Anwendungen mit sich bringen. KI sei heutzutage durch große Datenmengen, die bearbeitet und analysiert werden müssen, nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Möglichkeiten der Anwendung von KI bestünden insbesondere in den Bereichen Predictive Maintenance und Forecasting-Prozessen, um in verschiedenen Industriebereichen Arbeitsprozesse vorausschauend und kosteneffizienter zu gestalten.

In Bezug auf mögliche Risiken und Gefahren der Anwendung, beleuchteten die Teilnehmer auch ethische und moralische Standards der KI, da sich durch die hohe Komplexität der Algorithmen, die bei Künstlicher Intelligenz angewandt werden, Anwender sich in gewisser Weise abhängig von der Technik machen  und – wie Kritiker anmerken – damit die menschliche Kontrolle über Prozesse verlieren.

Überraschungsgast bei der Diskussion war der Roboter Pepper, der eindrucksvoll demonstrierte wie Künstliche Intelligenz unsere Zukunft gestalten kann.

Auch die Revolution im Handel, bedingt durch den digitalen Wandel, erläuterte Sonja Moosburger, COO bei MediaMarktSaturn N3XT, dem Tochterunternehmen des größten Consumer Electronics Händlers Europas, anhand aktueller Projekte. Roboter, Instore Positioning oder „Skip the Line“ seien einige der innovativen Trends und Fokusthemen bei MediaMarktSaturn N3XT, die den Handel langfristig revolutionieren können. Moosburger nannte den Einsatz von Robotern, die Karten erstellen, um Produkte im Markt zu lokalisieren, als zentralen Schritt in den digitalen Einzelhandel.

Julie Love, Director Quantum Computing bei Microsoft, setzte einen fulminanten Schlusspunkt mit ihrem Vortrag über aktuelle Projekte mit Blick auf die digitale Zukunft. Dank ihrer fundierten Kenntnisse im Bereich Quantenphysik gab Love Einblicke in die Welt des Quantum Computing und ging darauf ein, warum Quantencomputer die entscheidende Technologie der Zukunft sind und wie sie Lösungen für komplexe Probleme finden können. Ein wichtiger Bereich in dem Quantencomputer laut Love in Zukunft zum Einsatz kommen, ist die Optimierung von Prozessen. Am Beispiel der Städteplanung und zunehmenden Urbanisierung, könnten Quantencomputer demnach Simulationen erstellen und auf diese Weise etwa dabei helfen, Energie einzusparen. Auch in der Medizin findet Quantum Computing Einsatz, vor allem im Bereich des Medical Imaging.

Nach einem Tag voller spannender Einblicke aus den unterschiedlichsten Perspektiven kamen Gäste, Referenten, Equinix Experten und Partner beim anschließenden Networking Event zusammen.

Wir danken unseren Partnern Alibaba, All for One Steeb, Axians, Controlware, Colt, F5, guardtime und Iguazio für die tatkräftige Unterstützung und erfolgreiche Durchführung der Interconnect@Equinix 2018 in München. Sie haben mit ihrer Expertise und ihrem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Gäste sich im Detail mit weiterführenden Themen und gezielten Fragestellungen zu Trends der Digitalisierung auseinanderzusetzen konnten. Neben Informationsständen auf der Ausstellungsfläche, welche den Gästen ganztätig zur Verfügung standen, boten sie jeweils auch Breakout Sessions zu Trendthemen wie Blockchain, Cloud und Edge Computing an.

Wie Brian Lillie in seinem Grußwort betonte, bildet Interconnection den Kern der Unternehmensdigitalisierung. Nur digitale Infrastrukturen, die eine an Interconnection Oriented Architecture™ (IOA™) benutzen, verhelfen Unternehmen am Ende zu Erfolg und überwinden Hindernisse.

Erfahren Sie, wie Sie mithilfe von Interconnection eine digitaltaugliche Infrastruktur und ihr eigenes digitales Ökosystem für Ihr Geschäft aufbauen können. Lesen Sie die zweite Ausgabe des Global Interconnection Index.