Wie man den unaufhaltsamen Anstieg digitaler Videos meistert

“Interconnection ist unverzichtbar, wenn Unternehmen aus der Media- und Entertainmentbranche neue Geschäftsmodelle realisieren möchten”

Die Art und Weise, wie Menschen Videos konsumieren, befindet sich mitten in einem rigorosen Veränderungsprozess. Allerdings reagieren viele Unternehmen der Medien- und Unterhaltungsbranche auf diese Entwicklung noch unentschlossen.

Es ist nicht so, dass das Interesse an Videos verloren gegangen wäre – ganz im Gegenteil. Doch für den Konsumenten stehen heute die digitalen Kanäle im Zentrum des Interesses, und immer häufiger werden digitale Inhalte über Geräte abgerufen, die bequem in eine Jackentasche passen. Millennials und fortfolgende Generationen, die zu den Digital Natives zählen, forcieren diese Veränderung, die daher einen permanenten Wandel auslöst, der Unternehmen dazu zwingt, traditionelle Geschäftsmodelle zu überdenken.

Schaut man hinter die Kulissen, werden einige Dinge klar erkennbar. So ist die Präsenz in geografischer Nähe zu Endanwendern und Partner-Ökosystemen unverzichtbar, wenn es um eine optimale Bereitstellung von digitalen Inhalten geht. Denn Videos On-Demand abzurufen funktioniert nicht, wenn aufgrund der Entfernung die Latenzen zu hoch und die Verzögerungen zu lange ausfallen. Ebenso ist die Nähe zu Partnern für die Videoproduktion wesentlich, denn um die stetig steigende Nachfrage nach neuen Inhalten abzudecken, müssen Produktionszyklen verkürzt werden. Kurz gesagt: Eine Optimierung der Verbindungen durch Interconnection ist immens wichtig.

Der Wachstumskurs bei digitalen Videos

Die jährliche National Association of Broadcasters (NAB) Show, die gerade im April in Las Vegas stattgefunden hat, ist ein wichtiges Schaufenster für Unternehmen aus der Branche für digitale Inhalte samt der dazugehörigen Technologien. Sie bietet zudem die Bühne für Branchenvordenker, zu denen auch unser Chief Product Officer Brian Lillie zählt. Die auf dieser Veranstaltung festgestellten Trends bezüglich der anhaltenden Nutzung digitaler Kanäle, wurden durch die folgenden Zahlen und Fakten untermauert:

  • Laut eMarketer konsumierten erwachsene US-Amerikaner in 2015 durchschnittlich jeden Tag 5 Stunden und 11 Minuten lang Videos. Für 2019 geht man zwar vom annähernd gleichen Wert aus (5:13 Stunden), allerdings werden dann die Videos durchschnittlich eine Stunde und 26 Minuten über digitale Geräte angesehen und damit jeden Tag 25 Minuten länger als noch 2015.
  • Cisco hat hochgerechnet, dass ein einzelner Nutzer in 2021 theoretisch 5 Millionen Jahre ununterbrochen Videos sehen müsste, um das Volumen an Filmen komplett zu konsumieren, die jeden Monat über globale IP-Netzwerke bereitgestellt werden.
  • BI Intelligence prognostiziert für die Jahre zwischen 2015 und 2020 bei den Werbeeinnahmen aus digitalen Videos eine jährliche Umsatzwachstumsrate von 21,9 Prozent. Die entsprechende Wachstumsrate bei traditionellen TV-Sendungen liegt dagegen lediglich bei 0,9 Prozent.

Statistiken wie diese sollten Unternehmen alarmieren, die sich bisher ausschließlich auf traditionelle Einnahmequellen verlassen, da diese heute nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs ersetzt oder ergänzt werden müssen. Die große Nachfrage nach digitalen Inhalten bietet aber auch sowohl etablierten Unternehmen als auch Neueinsteigern im Markt große Chancen – wenn sie flexibel agieren und den Verbrauchern das bereitstellen, was diese erwarten.

Was Verbraucher wollen und Unternehmen brauchen

Was sind einige der spezifischen Erwartungen, die Konsumenten digitaler Videos hegen? Zunächst einmal sind dies individuelle Angebote, die ihren Interessen entsprechen und ihrem individuellen Terminplan gerecht werden. Dann möchten sie die von ihnen präferierten Inhalte jederzeit und an jedem Ort konsumieren können – und zwar ohne Wartezeiten oder Unterbrechungen. Und sie wollen zahlreiche optionale Services. Unternehmen, die erfolgreich sein wollen, müssen all dies zu attraktiven Preisen anbieten. Und sie müssen in der Lage sein, Trendentwicklungen wie Big Data, Künstliche Intelligenz oder Augmented Reality/Virtual Reality (AR/VR) aufmerksam zu verfolgen, damit sie darauf vorbereitet sind, ihre Kunden auch dann zufriedenzustellen, wenn die Erwartungen wachsen.

Interconnection – also der direkte, private Datenaustausch zwischen Unternehmen – wird entscheidend sein, um diese Erwartungen abzudecken. Wie die von Equinix publizierte Studie Global Interconnection Index feststellt, wird der Bedarf an bereitgestellter Interconnection-Bandbreite bis 2020 um durchschnittlich jährlich 36 Prozent wachsen.

Ein wesentlicher Grund für den Einsatz von Interconnection-Services ist die Notwendigkeit, sich dort zu platzieren, wo digitale Inhalte konsumiert werden, um die hohen Kundenwartungen erfüllen zu können – also am digitalen Rand des Netzwerkes in unmittelbarer Nähe zu Partnern und Anwendern. Unternehmen, die an zentralisierten IT-Silos festhalten, können während der Interaktion mit Kunden nicht in Echtzeit reagieren. Dagegen erlauben es verteilte IT-Modelle, die auf Interconnection-Hubs aufbauen, Services weltweit direkt an der Digital Edge in unmittelbarer Kundennähe bereitzustellen und Antwortzeiten zu minimieren.

Ein Netzwerk aus verlässlichen Partnern ist ebenfalls essenziell. Dies kann aus Teams bestehen, die neue Inhalte aufnehmen und bearbeiten, aus Betreibern von Netzwerk- und Cloud-Services, die eine aktuelle Verteilung der Inhalte sicherstellen, oder auch aus Analytikunternehmen, die große Datenvolumina auswerten, um Erkenntnisse über die Konsumenten zu gewinnen, die Werbekunden in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden können. Die Quintessenz? Der Zugang zu einer breiten Palette agiler und umfangreicher Branchen-Ökosysteme ist entscheidend für Innovationskraft und Wachstum.

Platform Equinix™ ist als globale Interconnection-Plattform ein One-Stop-Shop, der Unternehmen der Media- und Entertainmentbranche die gesamte Leistungspalette bietet, um global präsent zu sein, von Partner-Ökosystemen zu profitieren und hochprofessionelle Verbindungsservices einzusetzen. Diese Plattform besteht aus mehr als 190 Rechenzentren in 48 Märkten auf fünf Kontinenten. Zu den 9.500 Unternehmen, die die Vorteile dieser Plattform bereits nutzen, zählen allein 850 Firmen aus dem Bereich der digitalen Inhalte und Medien. Und unsere Kunden sind über Equinix Cloud Exchange™ Fabric (ECX Fabric) weltweit mit diesen potenziellen Partnern verbunden, um bei Bedarf dynamisch und über Grenzen hinweg miteinander zu kommunizieren.

Platform Equinix ist so konzipiert, dass Interconnection-fokussierte Strategien unterstützt werden, die dem Ansatz einer Interconnection Oriented Architecture™ (IOA™) folgen. So bietet das IOA-Framework unter anderem Designvorschläge, die zunehmend von Unternehmen aus der Media- und Entertainmentbranche eingesetzt werden, um sich erfolgreich am digitalen Rand des Netzwerkes zu platzieren.

Hier zwei Beispiele dafür, wie digitale Medienunternehmen Platform Equinix und eine IOA-Strategie eingesetzt haben, um auch während der anhaltenden Veränderungen der Branche erfolgreich zu sein:

  • Ein großer, in den USA beheimateter Betreiber von On-Demand- und Streaming-Services im OTT-Markt (Over-the-top Content) war auf der Suche nach sicheren und zuverlässigen Standorten mit hoher Netzwerk- und Cloud-Dichte, um für seine Kunden die Dienste für Videospeicherung und -wiedergabe bereitzustellen. Mit Equinix Data Hub™kann das Unternehmen nun die benötigten umfangreichen Datenvolumina, die aufgrund der individuellen Bedürfnisse der Millionen an Abonnenten anfallen, sicher speichern und transferieren. Parallel kommt Equinix Performance Hub™ zum Einsatz, der dem Unternehmen an allen international relevanten Standorten den Zugriff auf die Leistungen von Netzwerk- und Cloud-Providern bietet, während sich über ECX Fabric bei Bedarf weltweit die für leistungsoptimierte Streaming- und Wiedergabe-Services notwendigen Verbindungen realisieren lassen.
  • Das Unternehmen Avid Technology Inc., das seine Lösungen zur Medienproduktion weltweit als Software-as-a-Service (SaaS) anbietet, hatte sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit in kreativen Teams während des Produktionsprozesses in Echtzeit zu ermöglichen, ohne Abstriche bei Sicherheit oder Leistung in Kauf nehmen zu müssen. Um dies zu erreichen, nutzt Avid heute auf Platform Equinix die Verbindungen zu mehreren Anbietern von Cloud- und Netzwerkservices, sodass die Teams weltweit auf die SaaS-Plattform zugreifen können, um für ihre hochwertigen Videos mit hoher Zuverlässigkeit, Ausfall- und Datensicherheit sowie optimiertem Datendurchsatz zusammenarbeiten können.

Weitere Informationen zur Implementierung einer Interconnection-first Strategie bietet das IOA Playbook.

Unser Ad-IX-Ökosystem verbindet Werbebörsen und -märkte für eine effizientere und zeitgerechte Bereitstellung digitaler Werbung.