Equinix erweitert seine Präsenz mit neuem Standort in Deutschlands digitalster Stadt

Das neue Hamburger Rechenzentrum unterstützt das rasante digitale Wachstum in Handel, Industrie und Logistik

Jens-Peter Feidner

 

 

Equinix eröffnet am 28. November mit HH1 einen neuen Standort in der Digitalstadt Hamburg. Mit diesem vierten Markt in Deutschland kommen wir der wachsenden Nachfrage nach privater Konnektivität am Rand des Netzwerks, der sogenannten „Digital Edge“, nach und bauen unser globales Netzwerk weiter aus. HH1 wird Hamburg künftig beim Aufbau zukunftsfähiger digitaler Infrastrukturen unterstützen und der Stadt so helfen, die vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.

Digitalstadt Hamburg

Hamburg steht als europäisches Handelszentrum seit jeher für Austausch, Vernetzung und Innovation. Der rege Kontakt mit anderen Städten und mit Unternehmen hat dazu geführt, dass die Hansestadt stets in neue Ideen und Technologien investiert hat. Heute ist Hamburg nicht nur ein führender europäischer Standort für Handel und Industrie sondern nimmt auch bei der Digitalisierung eine Spitzenposition ein: Hamburg gilt laut Smart City Index des Verbands Bitkom als digitalste Stadt Deutschlands.[1] So hat der Hamburger Senat 2015 die Strategie „Digitale Stadt“ verabschiedet, deren Ziel es ist, Hamburg bundes- und europaweit als führenden Digitalstandort zu etablieren. Die Stadt fördert in diesem Rahmen zahlreiche Smart City-Initiativen wie die Digitalisierung der Verwaltung, der Mobilität oder das Projekt smartPORT, welches moderne Sensortechnik und Künstliche Intelligenz nutzt, um eine vollvernetzte und integrierte Hafeninfrastruktur aufzubauen.

Die rasante digitale Transformation macht sich dabei auch in Handel, Industrie und Logistik bemerkbar. Hamburger Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Lösungen, um bestehende Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und neue und innovative Anwendungen umzusetzen. Darüber hinaus ist die Stadt einer der wichtigsten e-Commerce Standorte in Deutschland und beheimatet eine lebendige Start-Up-Szene sowie innovationsstarke Industrie- und Logistikunternehmen. Initiativen wie Hamburg@Work haben es sich zudem zum Ziel gemacht, den Austausch zwischen Unternehmen zu fördern und so die Digitalisierung weiter voranzutreiben.

HH1: Ein neuer Equinix-Standort

Um diese Erfolgsgeschichte in Zukunft weiter schreiben zu können, muss die Stadt kontinuierlich in den Aufbau effektiver digitaler Infrastrukturen investieren, damit die immensen Datenmengen auch verarbeitet werden können.

Als weltweit führender Rechenzentrumsbetreiber möchte Equinix Hamburgs rasante digitale Transformation unterstützen und den weiteren Aufbau zukunftsfähiger digitaler Infrastrukturen ermöglichen. Wir freuen uns daher sehr, am 28. November mit dem Rechenzentrum HH1 einen neuen und insgesamt vierten Standort in Deutschland zu eröffnen. Mit dieser Expansion tragen wir Hamburgs zentraler Rolle als deutsche Digitalstadt Rechnung.  HH1 stärkt unser europäisches und globales Netzwerk und ermöglicht es uns, auch in Zukunft die wachsende Nachfrage nach privater Konnektivität abzudecken. Neben den Rechenzentren in Frankfurt, Düsseldorf und München wird HH1 das zehnte IBX-Rechenzentrum von Equinix in Deutschland sein.

HH1 wird den in der Metropolregion ansässigen Unternehmen ein neues, digitales Tor zur Welt eröffnen und ihnen dabei helfen, neue Märkte zu erschließen. Der Mehrwert der Equinix-Rechenzentren liegt vor allem in den vielseitigen, globalen Verbindungsmöglichkeiten zu Partnern, Kunden, führenden Cloud Providern sowie zu Netzwerkanbietern. In Hamburg profitiert davon insbesondere der Handelssektor, der sich in den letzten Jahren immer stärker digitalisiert hat. So sind heute über 3.000 Onlinehändler in der Region tätig, die auf schnelle und sichere, digitale Verbindungen zu Zahlungsdienstleistern und Logistik-Unternehmen angewiesen sind, um Transaktionen und Bestellungen reibungslos abzuwickeln.[2] Auch die Hamburger Industrie, wie der Schiffs- oder Flugzeugbau, wird einen direkten Nutzen aus diesen Verbindungsmöglichkeiten ziehen, wenn sie z.B. IoT-basierte Anwendungen wie die „Predictive Maintenance“ (vorausschauende Wartung) nutzen möchte. Innerhalb des Rechenzentrums können Industrieunternehmen kritische Maschinendaten in Echtzeit mit IoT-Spezialisten, Clouds und Data Analytics-Anbietern austauschen. „Predictive Maintenance“ erlaubt es, mögliche Defekte zu antizipieren und die Effizienz der Unternehmen deutlich zu erhöhen.

Durch HH1 stellen wir eine neutrale, digitale Plattform in Hamburg bereit, über die sich Unternehmen mittels Interconnection weltweit miteinander vernetzen können. Kunden profitieren so nicht nur von niedrigen Latenzzeiten bei der Datenübertragung, sondern auch von einer hohen Sicherheit vor Ausfällen und externen Zugriffen. Interconnection erlaubt es Unternehmen zudem, sich zu branchenspezifischen, digitalen Ökosystemen zusammenzuschließen. Diese erleichtern die Umsetzung komplexer digitaler Projekte, indem sie Partner miteinander vernetzen und den Austausch von Expertise und Daten beschleunigen.

So wird auch Hamburgs Smart City vom Aufbau eines integrierten und digitalen Ökosystems profitieren, das städtische Akteure wie Notrufzentralen, Stadtwerke oder Verkehrsbetriebe mit externen Unternehmen wie Automobilherstellern, Mobilitätsdienstleistern oder IoT-Spezialisten an einem virtuellen Ort zusammenbringt und mit Clouds und Netzwerken verknüpft. Der smartPORT bildet ein weiteres, exzellentes Beispiel eines solchen digitalen Ökosystems. Das effiziente Management der Warenströme und Hafenlogistik erfordert den stetigen Datenaustausch zwischen Schiffen, LKWs, Schienennetzen und Wasserwegen. Dies ist nur über eine gemeinsame, integrierte Plattform möglich, auf der die Daten aller Teilnehmer zur Analyse zusammenlaufen können – Rechenzentren helfen bei der Bereitstellung, dieser digitalen Grundlage.

Die Zukunft der Digitalisierung

Die Entwicklungen in Hamburg stehen exemplarisch für den wachsenden Bedarf deutscher Unternehmen nach digitalen Lösungen und der Vernetzung mit relevanten Partnern. Fundament dieses Wachstums werden private Verbindungen direkt am digitalen Rand des Netzwerks sein, also dem Ort, an dem die Daten entstehen und die physische und virtuelle Welt aufeinandertreffen.

So prognostiziert eine aktuelle Marktstudie von Equinix, die dritte Ausgabe des Global Interconnection Index, dass die private Konnektivität bis 2022 jährlich im Schnitt um 51% zunehmen wird. Insgesamt wird eine weltweite Bandbreitenkapazität von mehr als 13.300 Tbit/s überschritten. Deutschland bildet hier keine Ausnahme: Umfrageergebnisse unter deutschen IT-Entscheidern zeigen, dass Interconnection als zuverlässige und schnelle Alternative zum öffentlichen Internet zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Mehr als vier von zehn der Befragten glauben, dass der private Datenaustausch zwischen Unternehmen entscheidend dazu beitragen wird, der Verlangsamung des öffentlichen Internets entgegenzuwirken (41%), während weitere 35% angeben, die Umgehung des öffentlichen Internets sei sogar entscheidend für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb.[3]

Dieser Bedarf nach Interconnection-Lösungen an der „Digital Edge“ erfordert auch in den nächsten Jahren den weiteren Ausbau leistungsstarker, digitaler Infrastrukturen. Als führender Rechenzentrumsbetreiber tragen wir entscheidend dazu bei, dass Unternehmen und Städte in Deutschland die wachsenden Datenvolumen der Digitalisierung bewältigen können und dass sie die richtigen Partner finden, um auch komplexe Projekte umsetzen zu können. In Deutschland sind wir zum Ende dieses Jahres – geografisch betrachtet – sowohl entlang der Nord-Süd-Achse, als auch im Zentrum und Westen des Landes vertreten. Durch die Ausweitung unserer Präsenz und den Eintritt in den Markt in Hamburg, ermöglichen wir in der Metropolregion ansässigen Unternehmen und Industriezweigen Zugang zur einer der größten digitalen Plattformen weltweit. Wir stehen damit bereit, Hamburg auf dem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten.

Erfahren Sie mehr über Equinix’ neues Rechenzentrum HH1 in Hamburg.

 

[1] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Deutschlands-smarteste-Staedte-Hamburg-Karlsruhe-Stuttgart

[2] https://www.hk24.de/produktmarken/branchen-cluster-netzwerke/branchen/handel/branchenueberblick/3162426

[3] https://www.equinix.de/newsroom/press-releases/pr/123818/Frankfurt-entwickelt-sich-zu-Europas-grtem-Wachstumsmarkt-fr-private-Konnektivitt-an-der-Digital-Edge/

Jens-Peter Feidner
Jens-Peter Feidner Managing Director Germany, Equinix