Interconnection: Schlüssel zum vernetzten Arbeiten

Jens-Peter Feidner

Die Digitalisierung prägt die Art und Weise wie wir in Zukunft arbeiten werden nachhaltig. Vernetztes und mobiles Arbeiten und vor allem die nahtlose Einbindung von Home Office-Sequenzen werden immer mehr zur Norm. Diese Entwicklung hat sich im Zuge der COVID-19 Pandemie noch einmal rasant beschleunigt. Digitale Technologien wie die Cloud oder Video-Calls helfen dabei, die Auswirkungen der Krise in der Abstimmung und Koordination untereinander abzumildern – bringen in diesem Maßstab aber auch ganz eigene Herausforderungen mit sich. Das betrifft sowohl technische als auch organisatorische Aspekte.

Aktuelle Zahlen für Deutschland belegen die wachsende Beliebtheit des Home Office eindrücklich:  Noch 2018 lag Deutschland mit einem Home Office-Anteil von nur 11,6% deutlich unter dem EU-Durchschnitt (15%).[1] Die Situation hat sich seitdem stark verändert: Laut einer Umfrage des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) erhöhte sich im Zuge von COVID-19 der Anteil der berufstätigen Internetnutzer, die zeitweise im Home Office arbeiten von 35 auf 43 Prozent. 39 Prozent arbeiten aktuell mehrmals pro Woche von zu Hause aus, 26 Prozent sogar ausschließlich. Die Option, von zu Hause aus zu arbeiten, möchten die meisten Angestellten auch nach Aufhebung der allgemeinen Einschränkungen beibehalten: Laut Umfrage ganze 68%.[2]

Gleichzeitig erfordern manche Tätigkeiten (z.B. Wartung oder Produktion) die Anwesenheit von Mitarbeitern, deren Schutz besonders gut gewährleistet sein muss – dies ist etwa in Equinix Rechenzentren der Fall, wo wir besondere Vorkehrungen getroffen haben, um die Sicherheit unseres Operations-Teams und den fortlaufenden Betrieb zu gewährleisten.

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Herausforderung Home Office

Die Arbeit von zu Hause aus bietet viele Vorteile, allen voran mehr Flexibilität: So fallen lange Arbeitswege und Staus plötzlich weg. Auch ein Handwerkerbesuch zu Hause ist eher möglich. Homeoffice kann Mitarbeitern zudem mehr zeitliche Flexibilität ermöglichen – etwa bei der Kinderbetreuung. Es gibt inzwischen unzählige digitale Tools, die die Arbeit in Teams erleichtern – seien es Videokonferenz-Apps wie Zoom und Skype, Messaging- und Organisations-Tools wie Slack oder Cloud-Portale wie Box, DropBox und Google Drive.

Gleichzeitig hat sich gerade in den letzten Wochen gezeigt, welche Herausforderungen der flächendeckende Wechsel ins Home Office für Mitarbeiter aber auch für Unternehmen mit sich bringt. Zahlreichen Unternehmen – und das gilt sowohl für Mittelständler als auch für Großkonzerne – fehlt es an Erfahrungswerten sowie an technischen Kapazitäten, um Home Office effektiv und sicher in einem größeren Maßstab umzusetzen.

Betrachtet man die technischen Voraussetzungen, so verfügen die meisten Firmen zwar über Richtlinien, Technologien und Verfahren, die Mitarbeitern die Arbeit von zu Hause aus ermöglichen sollen. Dabei gehen sie aber für gewöhnlich davon aus, dass meist nur ein geringerer Anteil der Belegschaft gleichzeitig aus der Ferne auf das Firmennetz zugreift. Gerade mittelständische Unternehmen aber auch der öffentliche Sektor verfügen oft nicht über die nötige IT-Infrastruktur, die die sichere und effektive Arbeit aus dem Home Office erlauben würde. Neben einem schnellen Datenaustausch ist vor allem der Datenschutz ein zentrales Bedenken.

Umdenken bei der IT-Infrastruktur

Die neue Home Office-Realität erfordert ein Umdenken beim Aufbau der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur: Weg von einer zentralisierten und auf Silos basierenden IT, hin zur Implementierung   einer verteilten und dezentralisierten IT-Infrastruktur, die sowohl Flexibilität als auch Sicherheit bietet und die flexible Nutzung externer Dienste ermöglicht, welche die Remote-Arbeit unterstützen.

Equinix kann Unternehmen bei dieser Transformation helfen, indem es ihnen innerhalb seiner Rechenzentren eine anbieterneutrale Plattform bereitstellt, die den freien Zugriff auf die gewünschten Home-Office Services und IT-Partner bietet. Mittels Platform Equinix® besteht Zugang zu einem umfassenden, globalen Ökosystem aus tausenden potenziellen Partnern, Kunden, Service-Providern und Clouds. Zentrales Prinzip dabei ist Interconnection, also direkte Verbindungen zwischen Unternehmen, die innerhalb eines Rechenzentrums verlaufen und das öffentliche Internet damit umgehen. Services wie Equinix Cloud Exchange Fabric™ (ECX Fabric™) erlauben es Kunden zudem, ihre weltweit verteilten Infrastrukturen an verschiedenen Unternehmensstandorten virtuell miteinander zu vernetzen und auf eine Vielzahl führender Cloud-Services zuzugreifen.

Unternehmen vermeiden damit nicht nur Unterbrechungen bei der Datenübertragung, sondern sind beim Austausch mit externen Partnern auch vor unbefugten externen Zugriffen geschützt, da die Daten die Rechenzentrums-Infrastruktur nicht verlassen. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn ein Unternehmen in Zeiten von Corona verstärkt auf Videokonferenz-Apps oder Cloud-Services zugreift, um geografisch verteilte Mitarbeiter zu vernetzen.

Starkes Partnernetzwerk im Channel

Gerade Mittelständler stehen oft – je nach Branche, Unternehmensgröße und Digitalisierungsgrad – vor sehr individuellen Herausforderungen und suchen dementsprechend passgenaue Lösungen, die zum Beispiel Rücksicht auf lokale Anforderungen nehmen oder z.B. bestimmte IT-Services beinhalten, die über Equinix Interconnection-Services hinaus gehen. Hier kommt das Equinix Netzwerk aus Channel-Partnern ins Spiel: Equinix arbeitet im Rahmen seines Channel-Partner-Programms mit zahlreichen internationalen und lokalen Systemhäusern, Resellern sowie Cloud- und Netzwerkanbietern zusammen, die ihre eigene Expertise mitbringen und Kunden so einen großen Mehrwert bieten können – etwa wenn es um den Aufbau einer Remote-fähigen IT im Unternehmen geht.

Die vernetzte Arbeit ist nicht länger ein Zukunftskonzept, sondern – teils unerwartet – in den letzten Monaten in zahlreichen Unternehmen zur Realität geworden. Diese digitalen Herausforderungen erfordern die Zusammenarbeit mit Experten, die Unternehmen beim Aufbau einer verteilten, sicheren und hochgradig vernetzten Infrastruktur helfen. Equinix ist als führender Rechenzentrumsanbieter ein zentraler Partner auf diesem Weg.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Equinix Sie beim Auf- und Ausbau einer effektiven IT-Infrastruktur für die neue Home Office-Realität unterstützen kann und schauen Sie sich unser 15-minütiges Tech Talk Webinar an: „VPN-Applikationen leichter skalieren mit ECX Fabric und Azure“

 

[1] Share of Employees Teleworking in the EU, 2018; Statistica

[2] In der Krise wird Homeoffice häufiger und intensiver genutzt, 2019; Bidt

Jens-Peter Feidner
Jens-Peter Feidner Managing Director Germany, Equinix