Digital-First vs. Cloud-First

GXI Vol. 5: Warum es für Unternehmen nicht ausreicht, lediglich die Cloud zu nutzen

Steve Madden
Digital-First vs. Cloud-First

Aufgrund der Pandemie ist die Nachfrage nach digitalen Services in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen, was die Unternehmen dazu gezwungen hat, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren. So haben laut Equinix 2020-2021 Tech Trends Survey (GTTS) weltweit 47 % der IT-Entscheider die Umsetzung ihrer Pläne zur digitalen Transformation aufgrund der Pandemie beschleunigt.

Durch die Implementierung von Digital-First-Strategien haben die digital führenden Unternehmen in wenigen Monaten erreicht, was in einem normalen Geschäftsumfeld vielleicht Jahre gedauert hätte – selbst bei der Implementierung von Cloud-First-Strategien. So weist die jährlich von Equinix veröffentlichte Marktstudie Global Interconnection Index (GXI) Ausgabe 5 aus, dass Unternehmen und Service-Provider, die Digital-First-Strategien verfolgen, ihre digitale Transformation 4,5-mal schneller als vor der Pandemie umgesetzt haben.

Die Zeit für eine Digital-First-Strategie ist jetzt.

Der Global Interconnection Index (GXI) ist die branchenweit führende Quelle für Daten und Erkenntnisse über Interconnection und die zunehmende Bedeutung für die digitale Welt.

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Warum die Cloud allein für das Business nicht ausreicht

Eine Cloud-First-Strategie konzentriert sich auf die Transformation von Technologien, die bestehende Geschäftsprozesse unterstützen. Obwohl dies ein wichtiger Schritt ist, reicht er aber nicht aus, um in einer digitalen Welt weiterhin wettbewerbsfähig zu sein und eine führende Rolle einzunehmen.

Bei einer Digital-First-Strategie werden Technologien eingesetzt, um Geschäftsprozesse zu transformieren. Digitale Geschäfts- und Technologiestrategien weisen Schnittmengen auf, wenn es darum geht, Leistungslücken im Unternehmen zu eliminieren, neue Umsatzquellen zu erschließen und eine hohe Wertschöpfung aus der digitalen Transformation zu generieren. Unabhängig davon, ob ein Unternehmen seine führende Marktposition behaupten will oder um das Überleben kämpft, müssen alle Unternehmen jetzt von einer Cloud-First-Strategie zu einer Digital-First-Strategie wechseln.

Der GXI Ausgabe 5 zeigt, wie Unternehmen ihre Digital-First-Strategien entwickeln

Laut GXI steigt der Bedarf der weltweiten Digitalwirtschaft an Interconnection-Bandbreite weiterhin an. Bis 2024 wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 44 % prognostiziert, was im Ergebnis zum Vierfachen des globalen Gesamtvolumens von 2020 führt. Prognosen zufolge wird das Volumen an genutzter Interconnection-Bandbreite dann 15-mal größer sein als das des Internets.

Als branchenweit maßgebliche Quelle für Daten und Informationen zum Wachstum der Interconnection-Bandbreite zeigt die 5. Ausgabe des GXI auf, wie Unternehmen und Service-Provider die Interconnection-Bandbreite und verteilte Infrastrukturen nutzen, um die globale digitale Wirtschaft zu gestalten und ihr Wachstum zu fördern.

Drei Makrotrends forcieren die Umsetzung von Digital-First-Strategien

Die 5. Ausgabe des GXI erläutert die zentralen Trends, die die digitale Transformation prägen, und skizziert die Strategien, die digital führende Unternehmen verfolgen. Aufgeführt werden detaillierte Angaben zu Umfang und Fortschrittsrate digitaler Entwicklungsprojekte nach Branchen und Regionen, die für jedes Unternehmen eine Grundlage für die eigene Digital-First-Strategie bilden können.

Folgende drei Makrotrends lassen sich aus den Daten und den Strategien der digitalen Marktführer ableiten:

  • Erbringung digitaler Services: Der GXI zeigt einen Anstieg der multiregionalen Nutzungsrate der Multicloud in den letzten zwei Jahren um den Faktor 3, da Unternehmen ihren Digital Core ausbauen.
  • Erweiterung der digitalen Partizipation: Der GXI dokumentiert, dass SaaS mittlerweile den größten Anteil bei den IT-Ausgaben auf sich vereint, da Unternehmen auf öffentliche und private aaS-Alternativen umsteigen.
  • Mehr digitale Nähe: Der GXI weist aus, dass die digital führenden Unternehmen ihre Expansionsrate an der Digital Edge in den letzten Jahren mehr als verdoppelt haben.

Eine Digital-First-Strategie erfordert eine digitale Infrastruktur

Die digitale Infrastruktur für eine erfolgreiche Digital-First-Strategie umfasst drei Schlüsselkomponenten: Digital Core, digitale Ökosysteme und Digital Edge.

  • Der Digital Core ist der Ort, an dem Unternehmen die Grundlage für ihre digitale Plattform realisieren. Der GXI zeigt, dass der Digital Core 20 % der globalen Standorte umfasst und 70 % der Interconnection-Bandbreite und der digitalen Infrastrukturkapazitäten beansprucht.
  • Digitale Ökosysteme sind die Orte, an denen Organisationen an der digitalen Wirtschaft teilnehmen. Der GXI belegt, dass Service-Provider weltweit durchschnittlich mit mehr als 100 einzelnen Partnern zusammenarbeiten.
  • Die Digital Edge ist der Ort, an dem die digitale Präsenz eines Unternehmens auf die physische Welt trifft, um lokale Nähe zu Kunden, Mitarbeitern, Endpunkten und intelligenten Abläufen zu realisieren. Der GXI weist aus, dass die Digital Edge 80 % der globalen Standorte umfasst und etwa 30 % der Infrastrukturimplementierungen und der Interconnection-Bandbreite benötigt.

Schließlich erfordert die digitale Infrastruktur eine Interconnection Oriented Architecture® (IOA®), die die Entfernung zwischen verbundenen Dingen aufhebt und die Services per Interconnection direkt miteinander verbindet, um den bidirektionalen Datenverkehr – also Uploads und Downloads – zu optimieren.

Service-Provider weisen Unternehmen den Weg zur digitalen Transformation

Laut Prognosen des GXI werden Service-Provider bis 2024 insgesamt 64 % der globalen Interconnection-Bandbreite (13.794 Tbit/s) nutzen, wobei allein die Netzwerk-Dienstleister 32 % davon beanspruchen. Die Benchmarks zeigen eine massive Expansion der Service-Provider zur Digital Edge – fast doppelt so viel wie das Wachstum des Digital Core -, da sie Unternehmen dabei unterstützen, ebenfalls zur Digital Edge zu expandieren (57 % CAGR).

Finanzdienstleister führend beim globalen Wachstum der Interconnection-Bandbreite für Unternehmen

Es wird erwartet, dass die Finanzdienstleistungen mehr als 50 % der von Unternehmen genutzten Interconnection-Bandbreite bzw. 18 % der globalen Kapazität nutzen werden. Dies ist vorrangig auf die Zunahme des globalen E-Commerce und der digitalen Zahlungen während der Pandemie zurückzuführen. Fertigungsunternehmen werden voraussichtlich führend bei den weiteren Dienstleistungsbranchen sein, da zusehends die Umstellung auf digitalisierte Logistik- und Lieferketten-Geschäftsmodelle erfolgt.

Nord- und Südamerika, der asiatisch-pazifische Raum und die Region EMEA weisen ein deutlich unterschiedliches Wachstum auf

Die 5. Ausgabe des GXI prognostiziert das jährliche Wachstum der Interconnection-Bandbreite für die nächsten fünf Jahre nach Regionen, Wirtschaftszentren, Branchen und nach dem Mix aus Geschäftspartnern, Clouds und Netzwerken. Diese Daten bieten einen informativen Überblick über geospezifische Trends, die in den regionalen Blogs zum GXI ausführlich beschrieben werden:

  • Nord- und Südamerika sind mit einem Anteil von 47 % an der weltweiten Interconnection-Bandbreite führend und werden voraussichtlich bis 2024 bei einer CAGR von 43 % mehr als 10.156 Tbit/s benötigen.
  • Für die Region Asien-Pazifik (APAC) wird bis 2024 eine CAGR von 46 % erwartet, was voraussichtlich zu einem Anteil von 28 % an der weltweit genutzten Interconnection-Bandbreite führt.
  • Für die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) wird bis 2024 eine CAGR von 46 % prognostiziert. Die vorrausichtlich dann genutzte Interconnection-Bandbreite von 5.327 Tbit/s bedeutet einen Anteil von 25 % am globalen Verbrauch.

Digitale Marktführer, die den Sprung gewagt haben

Die folgenden digital führenden Unternehmen und Dienstleister haben die Umsetzung ihrer digitalen Strategien entweder vor oder während der Pandemie forciert und dabei bemerkenswerte Ergebnisse erzielt:

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen seine führende Marktposition behaupten will oder um das Überleben kämpft, müssen alle Unternehmen jetzt von einer Cloud-First-Strategie zu einer Digital-First-Strategie wechseln."

CDW: Als Anbieter von Managed Services ist CDW für viele Unternehmen auf der Platform Equinix® so etwas wie eine Lebensader. CDW weiß um die Herausforderungen der Telearbeit, denn das Unternehmen hat die Infrastruktur geschaffen, um seine remote arbeitenden Mitarbeiter und die Mitarbeiter seiner globalen Kunden zu unterstützen. Erfolgreich möglich ist dies auf Platform Equinix, da CDW hier eng mit Cisco®, einem weiteren wichtigen Equinix-Partner, zusammenarbeitet.

Catchpoint: Die Digital Experience Monitoring-Plattform von Catchpoint bietet IT-Betriebs- und DevOps-Teams zeitnah umfassende Informationen zu Leistungsproblemen bei modernen Applikationen – und zwar noch bevor diese die Nutzungsqualität beeinträchtigen. Catchpoint nutzt nicht nur Equinix Metal™, sondern auch das Equinix Metal-Team nutzt Catchpoint und die von ihm bereitgestellten Daten als Werkzeug, um Kunden dabei zu unterstützen, die Funktionsweise des Internets zu verstehen.

Wir befinden uns im dritten Akt des Internets, in dem Nähe und niedrige Latenzen einen neuen Innovationsschub auslösen. Als langjähriger Kunde von Equinix nutzen wir die Infrastruktur in vielen Rechenzentren auf der ganzen Welt, um unseren globalen Kunden ganzheitliche und proaktive Überwachungsfunktionen für digitale Prozesse zu bieten. Mittels der Erkenntnisse von Catchpoint überwachen und optimieren unsere Kunden die digitalen Erlebnisse von Milliarden von Verbrauchern und Mitarbeitern auf der ganzen Welt proaktiv. Equinix Metal erleichtert den Zugang zu neuen Standorten, demokratisiert den Zugang zur Digital Edge und unterstreicht die Vision der expandierenden Plattform von Equinix. Entsprechend sind wir mit dabei und planen den Rollout an allen 18 neuen Standorten von Equinix Metal." - Mehdi Daoudi, Mitgründer und CEO von Catchpoint

Von Cloud-First zu Digital-First

Es ist an der Zeit, konsequent den Weg zu einer Digital-First-Strategie einzuschlagen. Der GXI belegt überzeugend die Gründe, warum führende Unternehmen und Service-Provider aus allen Branchen und Wirtschaftsräumen von einer Cloud-First- zu einer Digital-First-Strategie übergehen sollten. Unabhängig von ihrem digitalen Reifegrad verschaffen ihnen die im GXI enthaltenen Informationen und Anleitungen dezidiertes Wissen, um die eigene Digital-First-Reise zu beginnen oder zu beschleunigen. Unter anderem bietet der GXI:

  • Wertvolle Einblick in die Makrotrends und die wichtigsten Benchmarks, die die digitale Transformation weltweit prägen – einschließlich Daten zum branchenübergreifenden Wachstum der Nachfrage nach Interconnection-Bandbreite.
  • Information zu den Strategien und Benchmarks der digital führenden Unternehmen auf Platform Equinix als Basis zur Entwicklung und Beschleunigung eigener Strategien auf dem Weg zu einem digitalen Unternehmen.
  • Grundlagen zur Entwicklung einer digitalen Infrastruktur mit der Kombination aus Digital Core, digitalen Ökosystemen und Digital Edge, damit Unternehmen das digitale Business verändern können und nicht verdrängt werden.

Nutzen Sie den GXI Ausgabe 5, um die wichtigsten Digital-Core- und Edge-Standorte sowie die für Sie relevanten Branchen-Ökosysteme zu identifizieren, die Ihrem digitalen Reifegrad entsprechen. Und setzen Sie Ihre Digital-First-Strategie um, damit Sie Wettbewerbsvorteile generieren und ausbauen können.

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[i] Die Interconnection Bandbreite ist ein in Bits/Sek. berechnetes Maß für die Kapazität, die für den privaten und direkten Austausch von Datenverkehr zwischen zwei Parteien innerhalb von betreiberneutralen Colocation-Rechenzentren bereitgestellt wird.

Steve Madden
Steve Madden Vice President, Global Segment Marketing